Afrika-Projekt Bremen

Wege zur HIV/AIDS Prävention und Intervention für MigrantInnen aus Sub-Sahara-Afrika English

Auf die Optimierung der Zugangswege zur HIV/AIDS Prävention und Versorgung für afrikanische Migrantinnen und Migranten zielt die Evaluationsstudie zum ‚Afrika-Projekt’. Das gemeindebasierte HIV/AIDS Projekt des öffentlichen Gesundheitsdienstes Bremen, das Präventions- und Interventionsangebote für Migrantinnen und Migranten aus der Sub-Sahara Region Afrikas bereitstellt, wird nun durch die Universität Oldenburg wissenschaftlich begleitet.

Unter Leitung von Dr. Silke Gräser, Center for Global Health Psychology und PD Dr. Norbert Krischke, Abt. Gesundheits- und Klinische Psychologie untersucht die wissenschaftliche Begleitstudie die Wirksamkeit der kultursensiblen Strategien zur Prävention und Versorgung HIV/AIDS betroffener Afrikanerinnen und Afrikaner in Bremen.

Das durch die deutsche Aids-Stiftung und den Europäischen Flüchtlingsfonds unterstützte Projekt zielt sowohl auf die Prävention von HIV/AIDS als auch auf die Zugänglichkeit von Maßnahmen für HIV-Infizierte und AIDS-Erkrankte. Dazu gehören die Information von afrikanischen ‚Communities’ (Gemeinschaften) über HIV/AIDS z.B. mittels MultiplikatorInnen aus dem Kulturkreis ebenso wie HIV/AIDS-Fortbildungen für Krankenhäuser, niedergelassene Arztpraxen oder Fachpersonal, um den Zugang für betroffene, infizierte und erkrankte MigrantInnen zum Gesundheitssystem zu erleichtern. Ein Schwerpunkt der Begleitforschung liegt daher auf der Identifikation von Faktoren, Barrieren und Ressourcen, die die Inanspruchnahme von HIV/ AIDS Prävention, Versorgung und Betreuung beeinflussen.

Die Evaluation soll Aussagen über die Wirksamkeit der kultursensiblen Interventionsmaßnahmen treffen, um Ansatzpunkte und wesentliche Wirkmechanismen zu eruieren und auf die Versorgungspraxis übertragen zu können. Gefördert wird die Evaluationsstudie durch das Gesundheitsamt Bremen und den Senator für Finanzen.

Kernbereiche des Evaluationsprojektes:

  • Entwicklung, Auswertung und Analyse von Dokumentationsbögen zur fortlaufenden Evaluation
  • Felderkundung der Angebote zu HIV/AIDS in Bremen
  • Beschreibung und Analyse des internationalen State-of-the-art für migrantenspezifische resp. angepasste HIV/AIDS Präventions- und Interventionsangebote und deren Evaluation sowie des internationalen Forschungsstandes
  • Entwicklung von strukturierten Frageleitfäden
  • Durchführung von qualitativen Interviews mit Professionellen im Gesundheitswesen, Schlüsselpersonen, MultiplikatorInnen, Mitgliedern der Zielgruppe und Betroffenen
  • KAP-Study (Wissenszuwachs, Einstellungsänderung, Verhalten) bezogen auf Interventionen
  • Auswertung und Analyse der Ergebnisse